Über das Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten
Was ist KIM?
Was sind Metadaten?
Was ist Interoperabilität?
Warum ist Interoperabilität von Metadaten wichtig?
Wozu ein Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten?
Wer steht hinter KIM?
Was ist KIM?
Das Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten (KIM) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt, das unter Federführung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) durchgeführt wird. Ziel ist es, die Interoperabilität von Metadaten im deutschsprachigen Raum zu verbessern. In diesem Sinne wird mit KIM eine Informations- und Kommunikationsplattform mit Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgebaut, die Metadatenanwender bei der Entwicklung interoperabler Metadatenprofile unterstützen und beraten. Zudem wird KIM Kommunikation und Austausch mit internationalen Organisationen und Projekten sicherstellen.
Was sind Metadaten?
Metadaten sind formell strukturierte Daten zur Beschreibung beliebiger Objekte. Der Anwendungsbereich legt fest, welche Objekte beschrieben werden, also zum Beispiel Personen, Orte, Ereignisse, Datenbanken und Dokumente. Das Metadatenprofil bestimmt, welche Informationen über die Objekte erfasst werden. Typische Beispiele sind Bezeichnungen, beteiligte Personen, räumliche und zeitliche Lokalisierung sowie physische und inhaltliche Kategorisierung. Metadaten ermöglichen Suche, Identifikation und Zugriff und sind somit untrennbarer Bestandteil der Informationsverwaltung in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.
Was ist Interoperabilität?
Interoperabilität ist die Fähigkeit heterogener Systeme zusammenzuarbeiten. Sie ermöglicht den Austausch von Daten und die Integration von Prozessen und Dienstleistungen. Interoperabilität entsteht, wenn Systeme fachlich wohldefinierte und reichhaltige Schnittstellen implementieren, die ein weitgehend verlustfreies Mapping der internen Datenrepräsentation ermöglichen. Interoperabilität profitiert somit stark von einem hohen Standardisierungsgrad.
Warum ist Interoperabilität von Metadaten wichtig?
Je nach Anwendungsbereich werden verschiedene Metadaten mit
unterschiedlicher Granularität benötigt, wie z. B. Namen für
Personen, Seitenzahlen oder Angaben zu Längen- und
Breitengraden für Orte. Metadaten werden zudem in sehr
unterschiedlichen Datenbanksystemen gespeichert. Im
Informationszeitalter sind der Datenaustausch und die Suche
über verteilte Datenbestände unverzichtbar. Dies ist aber nur
möglich, wenn die Metadaten interoperabel sind, also auf der
Grundlage von Standards und Normen zusammenpassen.
Wozu ein Kompetenzzentrum für interoperable Metadaten?
Aufgrund mangelnder Interoperabilität gestaltet sich der reibungslose Austausch und die gemeinsame Nutzung von Metadaten schwierig. Anstelle von transparenten Systemen, die auf wohldefinierten Datenstrukturen aufbauen, herrschen proprietäre Systeme vor, deren Datenstrukturen oft gar nicht oder nur mangelhaft dokumentiert sind. Die Folge sind Verfälschung, Dubletten oder gar Datenverlust bei Austausch und gemeinsamer Nutzung von Metadaten. Die Aufgabe von KIM ist es, die Interoperabilität der Systeme zu fördern, indem es durch Dienstleistungen wie Beratungsangebote, Schulungen und Best-Practice-Lösungen die Metadatenanwender unterstützt und die Entwicklungen im deutschsprachigen Raum mit Entwicklungen im internationalen Bereich abstimmt.
Wer steht hinter KIM?
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Göttingen
(Projektleitung und -koordination)
Deutsche Nationalbibliothek
Projektpartner:
Universität Wien
Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich