Dublin Core Metadata Initiative (DCMI)
Im Oktober 1994 wurden am Rande der zweiten Internationalen WWW-Konferenz in Chicago erste Gespräche zum Thema Kategorisierung und Beschreibung von Webressourcen geführt. Das World Wide Web hatte damals nur etwa 500.000 adressierbare Objekte und es stellte sich die Frage, wie man diese Ressourcen auf einfache Weise kategorisieren und beschreiben kann. Daraufhin wurde im März 1995 ein Workshop zum Thema Metadaten durch das Online Computer Library Center (OCLC) in Dublin/Ohio veranstaltet, aus dem als Ergebnis ein Satz von 13 Kernelementen (nach dem Tagungsort "Dublin Core" benannt) für die einfache Beschreibung von Webressourcen hervorging.
Von 1996 bis 2001 dehnte sich die Interessengemeinschaft um diese Kern-Idee durch eine Serie von Workshops auf weitere Länder wie England, Australien, Finnland, Deutschland, Kanada und Japan und zahlreiche Fachbereiche aus. Ab 2003 richtete sich das Augenmerk dieser Gemeinschaft zunehmend auf die Formalisierung eines Datenmodells, das 2005 in Form des DCMI-Abstraktmodells als DCMI-Recommendation veröffentlicht wurde. Parallel zu diesen Entwicklungen hat die Initiative schrittweise eine formale Organisationsform angenommen: Bereits 1998 hatte die Dublin Core Initiative einen Direktor und zwei Beratungsgremien. Zudem entwickelte sich seit 2001 aus den jährlich stattfindenden Workshops eine erfolgreiche internationale Konferenzserie.
Heute ist die Dublin Core Metadada Initiative eine Organisation, die aus spezialisierten Arbeitsgemeinschaften (communities) und Arbeitsgruppen (task groups) besteht und von einem Direktorat geleitet wird, dem ein Aufsichtsrat (Board of Trustees) zur Seite steht. Als beratendes Gremium besteht das Advisory Board aus externen Experten und aus Leitern der Arbeitsgruppen und Communities. Das Usage Bord befasst sich mit der Weiterentwicklung des Standards.
Dublin Core Metadata Initiative