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Berichte und Best-Practice-Dokumente

Interoperable Metadaten im Giant Global Graph - KIM-Workshop auf dem 103. Bibliothekartag in Bremen, 5. Juni 2014

In den letzten Jahren war das Thema Linked Data regelmäßig auf dem Bibliothekartag vertreten, wo sich neben der deutschsprachigen Semantic Web-Community auch Kolleginnen und Kollegen informieren konnten, die sich bisher nicht oder nur wenig damit beschäftigten. In diesem Jahr bot KIM einen Workshop an, der neben einer allgemeinen Einführung zu KIM (Stefanie Rühle, SUB Göttingen) Präsentationen zum aktuellen Stand der Gruppe Bestandsdaten (Jakob Voß, VZG) und der Gruppe Titeldaten (Julia Hauser, DNB) auch einen Einblick in aktuelle Entwicklungen der BIBFRAME-Initiative (Reinhold Heuvelmann, DNB) gab. Die Kurzpräsentationen dienten als Ausgangspunkt für den Austausch mit den Gästen der Veranstaltung.

Interoperable Metadaten im Giant Global Graph - KIM-Workshop auf dem 103. Bibliothekartag in Bremen, 5. Juni 2014

Richtlinie für die interoperable Gestaltung von Metadatenprofilen

Ziel dieser Richtlinie ist es, die strukturelle Interoperabilität von Metadaten in vernetzten Systemen zu verbessern. Insbesondere hinsichtlich ihrer inneren Konsistenz und hinsichtlich ihrer Konformität mit den Anforderungen eines Interoperabilitätsmodells wie dem Dublin Core Abstract Model sollen optimiert werden. Die Richtlinie basiert auf dem „Singapore Framework for Dublin Core Application Profiles“, einem Standard, der definiert, wie ein Metadatenprofil aufgebaut sein sollte, um die Interoperabilität von Metadaten zu unterstützen. Auf der Grundlage dieses Standards beschreibt die Richtlinie, was für Anforderungen erfüllt sein müssen, damit Metadaten im Kontext von vernetzten Systemen wie Linked Data und Semantic Web nachhaltig bereitgestellt werden können.

Das Dokument steht als PDF zum Download bereit:

Richtlinie für die interoperable Gestaltung von Metadatenprofilen

Internationalisierung der GND durch das Semantic Web

Das Dokument betrachtet einführend neben der Gemeinsamen Normdatei (GND) die Grundprinzipien und wichtigsten Standards für die Veröffentlichung von Linked Data, um aufbauend existierende Vokabulare und Ontologien des Bibliothekswesens zu betrachten.

Bei der Diskussion des generellen Vorgehens für die Veröffentlichung von Linked Data finden Aspekte der Interoperabilität und Nachnutzbarkeit besondere Berücksichtigung, worauf aufbauend die Entscheidungsfindung zur Spezifikation einer eigenen GND-Ontologie dargestellt wird. Auch werden in diesem Kontext Dublin Core Anwendungsprofile und ihre Eignung für die Spezifikation von LD-Vokabularen kritisch hinterfragt.

Den Hauptbestandteil nimmt die eigentliche Vorstellung der GND-Ontologie ein, wobei Modellierungsentscheidungen sowie die Technik des Vocabulary Alignment näher betrachtet wird.

Darüber hinaus wird sich mit der Verlinkung zu externen Datensets intensiv auseinandergesetzt. Hierfür wurden ausgewählte Datenbestände hinsichtlich ihrer Qualität und Aktualität untersucht und Empfehlungen für die Implementierung innerhalb des GND-Datenbestandes gegeben.

Das Dokument steht als PDF zum Download bereit:

Internationalisierung der GND durch das Semantic Web

Repräsentation von Wissensorganisationssystemen (KOS) im Semantic Web: Ein Best Practice Guide

Bei der Erschließung von Objekten wie Büchern, Aufsätzen, Bildern, Musik etc. kommen unterschiedliche Systeme wie die Dewey-Dezimalklassifikation (DDC), die Schlagwortnormdatei (SWD) und viele weitere Fachthesauri zum Einsatz.

Einige dieser Wissensorganisationssysteme (KOS) wurden bereits als Linked Data im Semantic Web zur Verfügung gestellt - für viele steht dieser Schritt aber noch aus.

Daher wurde im Rahmen des KIM-Projektes ein Best Practice Guide erarbeitet, der Anbieter von Wissensorganisationssystemen dabei unterstützen soll, diese als Linked Data bereitzustellen. Hierfür wurden Vorgehensweisen aus Theorie und Praxis evaluiert und in Form von Vorgehensempfehlungen verdichtet. Die Empfehlungen wurden zusätzlich durch die Transformation des Thesaurus Technik und Management auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft.

Der Best Practice Guide steht als PDF zum Download bereit:

Repräsentation von Wissensorganisationssystemen (KOS) im Semantic Web: Ein Best Practice Guide (PDF, 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Analyse der Metadatenqualität und Interoperabilität

Für die Nutzung der Metadaten in Suchsystemen ist die Qualität der Daten von entscheidender Bedeutung. Bei syntaktisch oder semantisch fehlerhaften Metadaten ist die Ressource nicht mehr auffindbar. Zur Qualitätssicherung von heterogenen Metadaten ist eine syntaktische und nach Möglichkeit auch semantische Validierung deshalb unabdingbar. Diese Validierung von Metadaten kann mit Hilfe von Software-Tools weitgehend automatisiert werden.

Im vorliegenden Bericht werden Qualitätssicherungsprozesse behandelt, die im gesamten Lebenszyklus der Daten (sowohl direkt im Anschluss an die Produktion als auch beim Austausch der Daten zwischen verschiedenen Anbietern und Aggregatoren) zum Einsatz kommen können. Es werden verschiedene Software-Tools vorgestellt, die die Validierung der Metadatenqualität unterstützen und Kriterien genannt, die helfen, diese Tools zu bewerten.

Der Bericht steht als pdf zum Download bereit:

Analyse der Metadatenqualität und Interoperabilität (PDF, 130KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verfahren zur Produktion interoperabler Metadaten in digitalen Dokumentenverarbeitungsprozessen

Im Rahmen des KIM-Projekts ist ein Bericht entstanden, der die Möglichkeiten zur Erhöhung der Auffindbarkeit digitaler Dokumente im Web durch die Anreicherung von Dokumenteigenschaften während der Dokumentenerstellung mittels eines Autorenwerkzeugs aufzeigt. Die Anreicherung erfolgt durch Metadaten mit deren Hilfe maschinell auf den Dokumenteninhalt, den Autor sowie Themengebiete rückgeschlossen werden kann. Dabei ermöglicht der Einsatz interoperabler Metadatenstandards die Interpretation der Dokumenteigenschaften durch eine Vielzahl von heterogenen Systembetreibern. Der Bericht definiert Qualitätskriterien für die Integration interoperabler Metadaten in Dokumenten und ermittelt für die Gerenrierung von Metadaten relevante Funktionen von Autorenwerkzeugen.

Der Bericht steht als PDF zum Download bereit:

Verfahren zur Produktion interoperabler Metadaten in digitalen Dokumentenverarbeitungsprozessen (PDF, 587KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

Kriterien für die Zertifizierung von Metadatenprofilen

Ziel der KIM-Zertifizierung ist es, die Interoperabilität zwischen Metadatenanwendungen zu unterstützen, indem die DINI AG KIM Anwendungsprofile aus dem deutschsprachigen Raum nach Prinzipien der Konformität mit Interoperabilitätsmodellen prüft und bewertet. Für die KIM-Zertifizierung dient als Interoperabilitätsmodell der sog. "Singapore Framework", der die Komponenten eines Anwendungsprofils und deren Basis im Dublin Core Abstract Model (DCAM) und Resource Description Framework (RDF) beschreibt.

Um die KIM-Zertifizierungsgutachten zu systematisieren hat die KIM-AG Evaluierungsrichtlinien in Form von Kriterien für die Zertifizierung von Metadatenprofilen erstellt, die transparent machen, welche Anforderungen KIM an ein Anwendungsprofil hat und worauf die Entscheidungen der Gutachter beruhen.

Die Evaluierungsrichtlinien stehen als PDF zum Download bereit:

Kriterien für die Zertifizierung von Metadatenprofilen (PDF, 212KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

Empfehlungen

DINI-AG-KIM Gruppe Titeldaten: Empfehlung zur RDF-Repräsentation bibliografischer Daten

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an Datensets aus Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen als Linked Open Data veröffentlicht. Auch das deutsche Bibliothekswesen hat sich aktiv an den Entwicklungen im Bereich Linked Data beteiligt. Die zuvor lediglich in den Bibliothekskatalogen vorliegenden Daten können weiteren Sparten geöffnet und so auf vielfältige Weise in externe Anwendungen eingebunden werden. Gemeinsames Ziel bei der Veröffentlichung der Bibliotheksdaten als Linked Data ist außerdem, Interoperabilität und Nachnutzbarkeit zu ermöglichen und sich auf diese Weise stärker mit anderen Domänen außerhalb der Bibliothekswelt zu vernetzen. Es bestehen sowohl Linked-Data-Services einzelner Bibliotheken als auch der deutschen Bibliotheksverbünde. Trotz ihres gemeinsamen Ziels sprechen die bestehenden Services nicht die gleiche Sprache, da sie auf unterschiedlichen Modellierungen basieren. Um die Interoperabilität dieser Datenquellen zu gewährleisten, sollten die Dienste künftig einer einheitlichen Modellierung folgen. Vor diesem Hintergrund wurde im Januar 2012 eine Arbeitsgruppe gegründet, in der alle deutschen Bibliotheksverbünde, die Deutsche Nationalbibliothek sowie einige weitere interessierte und engagierte Kolleginnen und Kollegen mit entsprechender Expertise vertreten sind. Die Gruppe Titeldaten agiert seit April 2012 als Untergruppe des Kompetenzzentrums Interoperable Metadaten (DINI-AG KIM). Die Moderation und Koordination liegt bei der Deutschen Nationalbibliothek. Im Dezember 2012 schloss sich auch der OBVSG der Arbeitsgruppe an. Die Schweizerische Nationalbibliothek folgte im Mai 2013. Vorliegende Empfehlungen sollen zu einer Harmonisierung der RDF-Repräsentationen von Titeldaten im deutschsprachigen Raum beitragen und so möglichst einen Quasi-Standard etablieren. Auch international wird an der Herausforderung gearbeitet, die bestehenden bibliothekarischen Strukturen in die heute zur Verfügung stehenden Konzepte des Semantic Web zu überführen und ihren Mehrwert auszuschöpfen. Die neuesten internationalen Entwicklungen im Bereich der Bereitstellung bibliografischer Daten im Semantic Web wie die Bibliographic Framework Transition Initiative der Library of Congress (BIBFRAME) haben ebenfalls das Ziel, ein Modell zur RDF-Repräsentation bibliothekarischer Daten bereitzustellen. Die Gruppe Titeldaten beobachtet diese Entwicklungen und beabsichtigt, die Erfahrungen und Anforderungen der deutschsprachigen Bibliothekswelt mit einzubringen. Dabei werden einerseits international erarbeitete Empfehlungen aufgegriffen und andererseits Impulse aus der nationalen Kooperation dort eingebracht. Die hier verwendeten Properties könnten z. B. als Grundlage für ein Mapping zu BIBFRAME dienen.

Empfehlungen zur RDF-Repräsentation bibliografischer Daten V 1.0

Empfehlungen zur Öffnung bibliothekarischer Daten

Die DINI-AG KIM gibt die Veröffentlichung der "Empfehlungen zur Öffnung bibliothekarischer Daten" bekannt. Die Empfehlungen sollen bibliothekarischen Organisationen als Richtlinien und Referenz bei der Freigabe ihrer Daten dienen.

Gegenstand der Empfehlungen sind nicht nur beschreibende Metadaten, sondern sämtliche nicht-sensiblen Daten, die von bibliothekarischen Organisationen produziert werden, wie z.B. auch statistische Daten oder Zirkulationsdaten.

Die Empfehlungen benennen neun Prinzipien für offene bibliothekarische Daten. Um als ›offen‹ im Sinne der Empfehlungen zu gelten, sind zwingend die drei Kernforderungen nach offenem Zugang, offenen Standards und offenen Lizenzen einzuhalten.

Des Weiteren sollten die Daten regelmäßig aktualisiert werden und auch im Ursprungsformat vorliegen, sie sollten strukturiert beschrieben werden und möglichst ohne Registrierung zugänglich sein. Vorkehrungen für die Nachhaltigkeit der Bereitstellung sollten getroffen werden.

Die Empfehlungen orientieren sich an existierenden Open-Data-Prinzipien und -Richtlinien für Gedächtnisinstitutionen oder dem öffentlichen Sektor im allgemeinen. Einzusehen sind die Empfehlungen im Wiki unter:

http://is.gd/openbibdata

Der Text selbst ist unter einer CC0-Lizenz veröffentlicht. Seine Verbreitung und Wiederveröffentlichung ist ausdrücklich erwünscht.

Letzte Änderung: 16.07.2014

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